Kankra lebt – ein Geocachingabenteuer

… oder wenn Spinnen auf Reisen gehen.

Aber eins nach dem Anderen. Vielleicht erstmal kurz zur Vorgeschichte.

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Kankra lebt! Foto von: Team Maisi2

Wie ich bereits vor einiger Zeit berichtet hatte, gehe ich gerne Geocachen. Bis vor ungefähr einem Jahr hatte ich sogar selbst einen Geocache versteckt. Dieser hörte auf den Namen Kankras Lauer. Der Cache bestand aus einer (sehr echt wirkenden) Plastikspinne und einer kleinen Dose für das Logbuch. Nachdem die erste Dose im Jahr 2014 verschwunden war, ersetzte ich die Dose im August desselben Jahres. Die Dose überlebte bis Mai 2015, da verschwand der Cache erneut. Und das, obwohl die Spinne mit einem Drahtseil in ihrem Versteck gesichert war. Ich musste also davon ausgehen, dass jemand mutwillig den Cache zerstört bzw. entfernt hatte. Meine Motivation, die Dose zu ersetzen, war demsprechend nicht die größte und so ging einige Zeit ins Land. Letztlich wurde die Dose im September 2015 archiviert.

Kankras Reiseroute

Kankras abenteuerliche Reiseroute

Vor wenigen Tagen erreichte mich dann eine erstaunliche Nachricht. Der Betreff der E-Mail lautete „Kankras Lauer“. Neugier und ein großes Fragezeichen machten sich in meinem Kopf breit. Die Nachricht stammte von einer Cacher-Familie, die die Dose inkl. Spinne am… Achtung… Rheinufer in Bonn Beuel auf einem Stück Totholz gefunden hatte. Nach einer kurzen Schrecksekunde machten sie ein paar Beweisfotos und namen die Dose an sich, um die Herkunft des Caches zu ermitteln. Und so kam es, dass Kankra nach einem Jahr plötzlich wieder auftauchte.

Da die Dose zuvor am Ufer der Nidda lag, die in den Main fließt, der wiederrum bekanntlich in den Rhein mündet, liegt die Vermutung nahe, dass Kankra einen langen Weg hinter sich hatte. Wahrscheinlich gelangte sie auf irgendeine Weise ins Wasser und machte sich dann gut ein Jahr über die Wasserstraßen auf eine ca. 210km lange Reise. Offenbar hatte der Klebestreifen gute Arbeit geleistet, sonst wäre wohl meine E-Mailadresse nach so langer Zeit im Wasser nicht mehr zu identifizieren gewesen und ich hätte nie von dieser tollen Geschichte erfahren. Und dann finden auch noch ausgerechnet Cacher die Dose. Zufälle gibt es!

An dieser Stelle möchte ich Team Maisi2 ganz herzlich danken, dass sie sich bei mir gemeldet haben und so Kankras großartiges Abenteuer ans Licht brachten.

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Kankras Fundort. Echt ganz schön gruselig! Foto von: Team Maisi2

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