Star Wars Identities in Köln: Auf den Spuren von Darth Vader und Co

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Bereits im März hatte ich angekündigt, dass ich der Star Wars Identities Ausstellung in Köln einen Besuch abstatten würde. Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit. Ich muss sagen, dass ich im Vorfeld recht große Erwartungen an die Ausstellung hatte. Die Webseite der Star Wars Identities versprach viel. Neben 200 original Filmrequisiten aus allen sechs Star Wars-Teilen sollten uns interaktive Terminals und RFID-Armbänder auf der Suche nach der eigenen Identität im Star Wars-Universum begleiten.

Abgefahren ist auf jeden Fall das Ticketsystem von Star Wars Identities. Es wird empfohlen im Vorfeld Karten online zu kaufen. Dabei muss man nicht nur einen Tag auswählen, sondern auch eine bestimmte Uhrzeit. Kommt man zu spät, so wurde mir an der Hotline gesagt, dann kommt man angeblich nicht mehr in die Ausstellung rein. Auf diese Weise wolle man sicher stellen, dass nicht zu viele Besucher gleichzeitig in die Räumlichkeiten des Odysseums strömen.

Nachdem ein befreundetes Pärchen, Becky und ich kurz vor 13 Uhr die heiligen Hallen des Odysseums betreten durften, erhielten wir als „Grundausstattung“ einen Audioguide und ein RFID-Armband. Mit der neusten Technologie versorgt, ging es dann in eine Art Warteschlange, in der die 13 Uhr-Gruppe dann zusammengetrommelt wurde. Bis zum Einlass konnte man an einer speziellen Wand seine Armbänder testen. Währenddessen wurde man über den Audioguide, den man sich ans Ohr klemmte, von lustigem Jawa- und Ewokgebrabbel unterhalten.

Dann ging es los… fast jedenfalls. In einem Vorraum wurde über eine Breitbildleinwand kurz der Umgang mit dem Armband und dem Audioguide erklärt. Anschließend gab es ein kleines Einstimmungsvideo, das mir zugegebenermaßen (vor lauter Vorfreude) leicht die Tränen in die Augen trieb. Ach ja, bei Star Wars werde ich gerne mal sentimental ;).

Darth Vader Kostüm

Darth Vader Kostüm

Schließlich öffneten sich die schweren Feuerschutztüren und gaben den Blick auf die ersten Exponate frei. Freude! Da ich (wie meine regelmäßigen Leser sicherlich schon mitbekommen haben) in meiner Freizeit sowohl im Bereich der Miniaturbemalung/Modellbau als auch in der Gewandungsschneiderei tätig bin, interessierten mich vor allem die Details an den Originalrequisiten. Welche Materialien wurden verwendet? Wie wurden bestimmte Dinge gelöst? Das sind alles Fragen, die sich häufig auf Grund von Bildern nur schwer erahnen lassen. Um es vorweg zu nehmen: Was die Materialien betrifft, so war ich erstaunt und ernüchtert zugleich. Viele technische Kostümaufbauten waren meist einfache Konstruktionen, die wohl bei den meisten Cosplayern im Qualicheck eher durchgefallen wären. Keine aufwendig gestalteten Metallapparate die Vaders Rüstung schmückten. Vielmehr einfach simple kleine Holzkästchen mit aufgesetzten Knöpfen! Die meisten Vaders, die ich so auf Conventions habe rumlaufen sehen, sahen „professioneller“ aus als das Original. Dafür waren die verwendeten Stoffe allesamt sehr hochwertig. Wo die Schreiner der Kostümschmiede damals offenbar Geld eingespart hatten, müssen die Schneider echt einen drauf gemacht haben.

Identitäten Auswahl

Identitäten Auswahl

Aber was hatte es denn nun mit dieser Star Wars Identität-Sache auf sich? Um ehrlich zu sein hatte ich aufgrund der Beschreibungen erwartet, dass man während der Ausstellung verschiedene „hochpsychologische“ Fragen gestellt bekommt, auf deren Basis dann ein Star Wars-Profil erstellt werden würde. Leider war dem nicht so. Vielmehr handelte es sich dabei um eine Art baukastenartigen Rollenspielcharakter-Generator, der besagte Identität zusammenbastelte. Ein ganz netter Rahmen für die Ausstellung, aber kein Highlight aus meiner Sicht. Hier kamen übrigens die RFID-Armbänder zum Einsatz, auf denen die jeweiligen Antworten gespeichert wurden. Am Ende der Ausstellung konnte dann der eigene Charakter auf einer großen Videoleinwand angezeigt werden. Wer mochte, konnte sich zudem seine „Star Wars-Identität“ per Email nach Hause senden lassen.

der originale R2-D2

der originale R2-D2

Das Highlight der Exposition waren unumstritten die vielen Requisiten, Kostüme, Artworks und Modelle. Darunter sogar der Podracer von Anakin Skywalker aus Episode I in Lebensgröße. Schon sehr beeindruckend das Ganze! Beeindruckend war auch die Größe von R2-D2. In den Filmen sieht der beliebte Astromech-Droide immer so klein und putzig aus. In Wahrheit macht der Gute jeder ausgewachsenen Regentonne Konkurrenz! Auch die Mausdroiden, die in Episode IV über den Todessternboden huschten, entpuppten sich als wahre Monster… ok, nicht ganz, aber definitiv größer als meinem Fuß lieb wäre, wenn so ein Teil mit diesem kollidieren würde.

Über die angesprochenen Audioguides konnte man sich übrigens an bestimmten Orten kurze Videos zur Identitätsentwicklung von Luke und Anakin Skywalker oder verschiedener Designprozesse anschauen oder besser gesagt anhören (sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Star Wars Identities mein Fan-Herz hat höher schlagen lassen. Definitiv ein Must-See für jeden Fan! Für alle anderen… nun der Eintrittspreis von ca. 25,-€ ist wirklich kein Schnäppchen. Man sollte schon mit Star Wars etwas anfangen können. Für jeden, der mit Namen wie Anakin oder Luke Skywalker nichts anfangen kann, sollte sich das Geld vielleicht lieber sparen… für eine Star Wars DVD oder Blueray ;).

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2 Antworten zu “Star Wars Identities in Köln: Auf den Spuren von Darth Vader und Co

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