X-Wing Turnier auf der Szenario 2015

Nach langer Zeit war ich gestern auf der Szenario 2015 in Hackenheim bei Bad Kreuznach mal wieder auf einem X-Wing Turnier gewesen. Bisher hatte ich nur an einem Turnier teilgenommen, das mittlerweile gut zwei Jahre zurück liegt. Das Spiel selbst hatte ich auch gut für ein halbes bis dreiviertel Jahr nicht mehr gespielt. Beste Voraussetzungen also, um an einem Turnier teilzunehmen.

Black Ghost Squadron

Ich entschloss mich, Imperiale zu spielen. Mein Geschwader, die „Black Ghosts“, setzten sich folgendermaßen zusammen:

  • Soontir Fel / TIE Interceptor (27 Punkte)
    • Bis an die Grenzen (3 Punkte)
    • Zielerfassungssystem (2 Punkte)
  • Echo / TIE Phantom (30 Punkte)
    • Veteraneninstinkte (1 Punkt)
    • Verbesserte Tarnvorrichtung (4 Punkte)
  • Kreischläufer / TIE Fighter (18 Punkte)
  • Nachtbestie / TIE Fighter (15 Punkte)

Die grobe Strategie dieser Liste sollte sein, dass ich mit den beiden TIE Fightern frontal angreife und mit Soontir Fel und Echo zwei schwere Hit-and-Run Einheiten habe, die die Flanke übernehmen und die Hauptarbeit erledigen… Nun ja… kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt.

Runde 1

In der ersten Runde traf ich auf einen Rebellen-Spieler mit drei B-Wings und einem Y-Wing. Während er eher auf Piloten setzte die gerade erst frisch aus der Ausbildung kamen (also einen niedrigen Pilotenwert vorwiesen) und ich fast nur Veteranen auf die Platte brachte, machte ich mir recht große Hoffnungen dieses Spiel wenigstens mit einem Unentschieden zu beenden. Doch ich wurde gleich zu Beginn an diesem Abend eines Besseren belehrt.

Während ich meine Schiffe bereits während der Aufstellung wie oben beschrieben aufstellte, packte er sein komplettes Geschwader in einem Block auf die Spielfläche. Meine TIE Fighter gerieten zuerst in diese Formation, die meine Schiffe binnen weniger Runden auslöschte. Bis ich mit meinem TIE Interceptor und TIE Phantom ins Geschehen eingreifen konnte, war es im Grunde schon zu spät. Doch nun zog der Rebellenspieler sein zweites Ass aus dem Ärmel: Stress!

(Anmerkung: Das mag für alle Nichtspieler dieses Spiels zunächst komisch klingen, aber ja, es gibt Stress in diesem Spiel! Nicht in der Form, dass man plötzlich schweißgebadet vor dem Spielfeld steht und einem Burn-Out nahe kommt, sondern vielmehr werden Aktionen der jeweiligen Piloten blockiert. So werden diese anfälliger gegenüber Angriffen)

An Bord seiner modifizierten B-Wings waren Taktiker, die auf Reichweite 2 nach einem Angriff jeweils einen Stressmarker austeilten. Damit schaffte er es, Soontir Fel und Echo quasi handlungsunfähig zu machen, da beide Piloten hauptsächlich durch ihre Aktionen einen Vorteil besaßen. Nachdem meine beiden imperialen Piloten quasi starr vor Schock (und Stress) am Steuerknüppel ihres Jägers saßen, fegten die Jäger der Rebellen über sie hinweg und schalteten beide aus.

Fazit Runde 1: Ein Desaster! Ich hatte es nicht einmal geschafft, einen einzigen Rebellen-Jäger auszuschalten. Zwar konnte ich bei einem der B-Wings die Schilde wegschießen, aber davon konnte ich mir im Endeffekt auch nicht viel kaufen.

Runde 2

Die zweite Runde sollte ähnlich schlimm werden. Da von elf Spielern vier einen Imperialen VT-49 Decimator (quasi die imperiale Version eines Millenium Falken, nur in schwer gepanzerter Version) mitbrachten, war die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass ich auf einen solchen treffen sollte. Bereits in der zweiten Runde war es dann soweit. Mein Mitspieler verfügte über einen solchen Decimator sowie einen Klon meines Soontir Fel. Während mein Fel allerdings eher der Sparpolitik des Imperiums zum Opfer fiel, verfügte sein Fel über eine Ausrüstung, die jeden TIE Piloten ins Schwärmen gebracht hätte.

Ich begann die Runde mit demselben Fehler wie zuvor und splittete mein Geschwader. Erneut sollte das zu meinem Aus in dieser Runde führen. Allerdings hatte ich aus der ersten Runde etwas gelernt: das Feuer konzentrieren! Also schoss ich nicht nach Gutdünken mal auf dieses, mal auf jenes Schiff, sondern primär auf den Soontir Fel Klon. Dumm nur, dass dieser (und das hätte ich wissen sollen, spielte ich ihn ja selbst) über so viele Aktionen und damit Verteidigungsmöglichkeiten verfügte, dass ich keine Chance auf einen Treffer hatte. Irgendwann in der Mitte des Spiels stellte ich fest, dass der Decimator über keine Verteidigungswürfel verfügte und abgesehen von irrsinnig vielen Schild- und Hüllenpunkten, ein prima Ziel abgegeben hätte. Doch zu dieser Zeit war mein Geschwader schon derartig zerpflückt, dass ich keine Chance mehr hatte.

Fazit Runde 2: Erneut eine Katastrophe! Folgende Lektionen gelernt: 1. Nie in einem Turnier das Geschwader zu weit voneinander aufstellen. / 2. kenne deinen Feind… und Freund!^^

Runde 3

Endlich Entspannung! Nachdem ich nach zwei Niederlagen nun der Letzte in der Rangliste war und es eine ungerade Anzahl an Spielern gab, gewann ich ein Freilos. Sprich: Ich war für dieses Spiel freigestellt und gewann automatisch 5 Turnier-Punkte (als ob ich diese Runde gewonnen hätte).

In der Zeit sammelte ich ein paar Impressionen von der Szenario selbst. Allerdings war hier noch nicht so viel zu sehen, da das Gros der Platten, Händler und Spieler wohl erst am Samstag aufschlagen sollten.

Die tollen Herr der Ringe und Hobbit Figuren wurden übrigens von dem Team „Jomanda“ bemalt. Mehr von diesen großartigen Arbeiten findet ihr unter: http://jomada-adventures.blogspot.de.

Runde 4

Auf Runde 4 war ich recht gespannt. Wollte ich doch das Gelernte aus den Vorrunden umsetzen, um festzustellen ob mir dies tatsächlich etwas gebracht hätte oder mein Geschwader einfach schlecht zusammen gestellt war. Mein imperialer Mitspieler verfügte über Boba Fett in seiner Slave I, einem imperialen Shuttle mit Darth Vader als Passagier und zwei einfachen TIE Fightern. Auf den ersten Blick wieder ein Haufen schwerer Jungs, die sich kaum knacken ließen.

Wie geplant, stellte ich meine Schiffe eng beieinander auf und flog in geschlossener Formation in Richtung Boba Fett, der von mir direkt ein paar Treffer kassierte. Aufgrund der Positionierung meiner Schiffe und jener von Boba Fett, konnte ich diesen in der dritten Runde nicht weiter ins Feuer nehmen. Doch direkt vor dem Zielvisier meiner Schiffe befand sich das Shuttle mit Vader an Bord, welcher mit Hilfe der Macht das Potenzial hatte, nach und nach meine Jäger in einen handlichen Klumpen Altmetall zu verwandeln. So fiel die Priorität zunächst auf das weniger wendige Transportschiff. Zirka zwei Runden später war das Shuttle inklusive Darth Vader Geschichte (wenn das mal keinen Ärger gibt^^). Leider hatte es bei dem Angriff aber auch einen meiner TIE Fighter sowie meinen TIE Phantom zerlegt, der in diesem (aber auch in den vergangenen Spielen) kaum etwas gerissen hatte. Mit den verbleibenden zwei Schiffen machte ich nun Jagd auf Boba Fett. In zwei aufeinanderfolgenden Runden hatte ich das große Glück, dass sich mein Mitspieler falsch mit der Slave I platzierte und nicht auf Soontir Fel schießen konnte. Letzterer hatte sich jedoch in eine ideale Schussposition gebracht und deckte das Schiff des Kopfgeldjägers mit heftigen Lasersalven ein. Derweil fiel mein zweiter TIE Fighter zum Opfer. Nun wurde es echt spannend. Sollte ich es schaffen Boba Fett auszuschalten ohne dabei auch mein letztes Schiff zu verlieren, wäre das der Sieg. Ich holte also alles aus der Jagdmaschine raus und heizte dem Kopfgeldjäger hinterher. Dieser suchte schwer angeschlagen sein Heil in der Flucht und versuchte mit seinen beiden TIE Fightern auf Abfangkurs zu gehen. Es war ein Spiel gegen die Zeit. Sprichwörtlich in der letzten Sekunde der Spielzeit schaffte ich es, Boba Fett auszuschalten und dem Laserfeuer der TIE-Fighter zu entgehen… SIEG… wenn auch mit hohen Verlusten und auch nur ein kleiner Sieg, aber immerhin.

Fazit Runde 4: Ja, so hätte ich das wohl von Anfang an machen sollen. Eine schön gepackte Aufstellung und dann einen nach dem anderen rauspicken. Hey, das ist ne Kampftaktik, die schon seit mehreren Jahrhunderten praktiziert wird… da hätte man auch früher drauf kommen können.

Turnier-Platzierung

Ich bin am Ende noch Neunter geworden… von elf. Das ist eine annehmbare Platzierung, bin ich immerhin nicht der Letzte gewesen. Dennoch habe ich einen fahlen Beigeschmack bei der Platzierung. Ohne das Freilos wäre ich wahrscheinlich auf Platz zehn oder elf gerutscht – wer weiß.

Trotzdem hatte ich viel Spaß, hab wieder eine Menge über das Spiel gelernt und freue mich jetzt schon auf das nächste Turnier, in dem ich es besser machen kann.

Vielen Dank auch noch mal an die Orga des X-Wing Turniers und natürlich auch der Orga der Szenario selbst, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist ;).

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