Brot und Spiele

Man nehme fünf mehr oder minder erwachsene Männer, sperre sie drei Tage lang in eine Ferienwohnung und gebe ihnen (neben Wasser und Brot) zwei Tabletop-Spielsysteme ihrer Wahl. Was dabei heraus kommt? Lest selbst!

Beschriebenes „Experiment“ wollten vier meiner Stammspieler und ich schon seit längerem mal wagen. Einfach mal dem Alltag entfliehen und ein Wochenende dem gemeinsamen Hobby fröhnen.
Doch warum dazu extra ein Feriendomizil anmieten? Die Antwort ist banal… wer kann schon vier Leute bei sich zu Hause beherbergen? Von uns keiner. Also haben wir uns eine gemütliche, kleine Ferienwohnungen im Odenwald gemietet (siehe HIER), die für alle gleichermaßen gut erreichbar war.

Freitag abend ging es los. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, bauten wir schnell die Platten auf und spielten zum warm werden eine Runde „Saga“ mit den wirklich gelungenen Herr der Ringe Battleboards von Frank Becker. Dazwischen gab’s ne Runde Pizza und das Fussball-Derby Deutschland gegen Italien. Damit war der erste Abend auch schon vollkommen ausgefüllt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen folgten drei weitere Runden Saga. Wir spielten dabei teamweise 3 vs. 2. Leider sind solche ungleichen Teams bei Saga offenbar etwas unausgewogen, da das 3er-Team über einen Anführer mehr verfügt und somit auch mehr Saga-Würfel generiert. Entsprechend waren bei allen vier Saga-Spielen, die wir gemacht haben, das 3er-Team dem 2er-Team überlegen. Bei unausgewogenen Teams müssen wohl Hausregeln her.
Nach den Saga-Spielen gab’s erstmal lecker Spaghetti Bolognese zum Abendbrot und zum Nachtisch einen kleinen Spaziergang durch das sehr beschauliche Örtchen Momart.

Anschließend widmeten wir uns dem System „Dystopian Wars“ von Spartan Games. Wir spielten ein von mir erdachtes Szenario (siehe HIER), bei dem es darum geht, dass jeder Spieler mit einer kleinen Streitmacht auf sich allein gestellt ist und 8 Runden lang soviele Punkte wie möglich sammeln muss. Jede Nation verfolgt dabei ihre eigenen Ziele. Jedoch geht es bei dem Spiel nicht nur darum, die anderen Flotten so schnell wie nur möglich in Stücke zu schießen. Die meisten Punkte können die Spieler über Friedensverträge zwischen den jeweiligen Nationen ergattern. Natürlich gilt es diesen Frieden zu bewahren, sonst gibts keine Punkte. Das Szenario schien (ohne jemals vorher getestet worden zu sein) aus unserer Sicht recht ausgewogen und hat allen Spielern sehr viel Spaß gemacht. Besonders die Sache mit den Friedensverträgen hatte es in sich. Nie war verlass auf seine Bündnispartner, die ja auch nur auf das eigene Wohl bedacht waren. Entsprechend wurden nach Gutdünken Friedensverträge geschlossen und gebrochen :D.

Am Sonntag stand dann Ausschlafen auf dem Programm… und noch ein Dystopian Wars Spiel. Diesmal ging es in Anlehnung an das vierte Szenario der Hurricane Season Erweiterung darum, ein kleines beschauliches Städtchen zu beschützen bzw. anzugreifen. Wir wandelten das Szenario etwas ab, so dass wir alle drei „Theatres of War“, also Luft-, Land- und Seeschlachten bedienen konnten. Bei solchen Szenarien greifen die Stärken des Systems, so dass sich recht schnell eine dynamische Schlacht einstellte, die hin- und herwogte. Nach fünf Runden beendeten wir das Spiel mit einem Unentschieden.

Damit war das Wochenende auch schon vorbei und wir zogen Bilanz.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Experiment ein voller Erfolg war und sicherlich im kommenden Jahr wiederholt werden wird. Wir hatten sehr viel Spaß und kamen endlich mal wieder dazu, unsere Figuren zu entstauben ;). Nachahmung (egal ob es sich hierbei um ein Brettspiel-, Tabletop- oder Rollenspiel-Wochenende handelt) wird strengstens empfohlen ;).

Nachfolgend noch ein paar Impressionen (leider haben wir vergessen eine richtige Kamera einzupacken, daher gibts nur Handybilder):

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